Starke Marken schaffen Vertrauen, machen unverwechselbar und helfen uns bei der Orientierung im Angebotsdschungel. Dieses Prinzip gilt für Produkt- oder Unternehmensmarken – und es gilt ebenso für Menschen.

Gerade in Zeiten des Wandels und der digitalen Neuorientierung sind klar definierte und relevante Personality Brands ein Anker, der Vertrauen schafft und dem beruflichen und privaten Umfeld Sicherheit gibt. Kunden, Kollegen, Chefs wollen wissen, für welche Erfahrungen, Errungenschaften und Kompetenzen Sie stehen.

Im Grunde ist jeder Mensch ganz automatisch seine eigene Marke – ob er will oder nicht. Die Frage ist nur, wie aktiv möchte man das Bild, das andere von einem haben selbst gestalten? Und wie geht das eigentlich?

Selbstreflektion heißt zunächst das Zauberwort. Um seine Personality Brand zu entwickeln, muss man sich wohl oder übel zunächst einmal intensiv und aufrichtig mit sich selbst beschäftigen. Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen? Wie grenzen Sie sich von anderen ab? Was differenziert Sie von Ihren Kollegen? Was können Sie besonders gut? Was treibt Sie an? Wo stiften Sie Nutzen für Ihr Umfeld? Wie sind Sie eigentlich als Mensch? Welche Persönlichkeitsmerkmale zeichnen Sie aus?

Personality Branding bedeutet weitaus mehr als Egotrip oder Selbstinszenierung! Starke Personenmarke stehen für authentische, klare Werte und Inhalte.

Fokussierung ist ein weiteres wichtiges Kriterium auf dem Weg zur eigenen Marke. Eine sehr weise und geschätzte Frau hat mal zu mir gesagt: „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!“ Und in diesem Satz steckt so viel Wahrheit. Erfolgsfaktor einer jeden starken Marke ist die Konzentration auf klare, relevante und differenzierende Botschaften. Zeigen Sie Kante und machen Sie glasklar wofür Sie stehen und genau so wichtig, für was Sie nicht stehen!

Sind Sie der Sanierungsexperte in Ihrem Unternehmen? Wenn andere das sinkende Schiff gerne verlassen, laufen Sie zur Höchstform auf, behalten einen klaren Kopf und finden die richtigen Hebel, um das Ruder wieder rumzureisen. Ganz ehrlich – dann haben Sie doch schon eine Superkraft. Sie müssen nicht auch noch der Experte für M&A sein.

Finden Sie Ihr Ding und besetzen Sie es für sich!

Und keine Angst – bei genauer Betrachtung findet sich bei jedem Menschen das Besondere. Oft sind wir uns unserer eigenen Stärken gar nicht richtig bewusst, da man diese nicht als etwas außergewöhnliches wahrnimmt.

Haben Sie Ihre Marke für sich erstmal definiert, gilt es diese unters Volk zu bringen. Natürlich können Sie jetzt nicht herumrennen und jeden Ihr Markensteuerrad unter die Nase halten.

Bei der Etablierung einer Personality Brand helfen Geschichten dabei, Ihre Kernwerte herauszustellen und Ihr Nutzenversprechen zu beweisen. Bestimmen Sie selbst, was man über Sie erzählt. Finden Sie gute Beispiele, mit denen Sie Ihre Kompetenzen und Werte unterfüttern können. Dabei gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein – Sie müssen Ihre Markenstories schon ein paar Mal wiederholen, bevor diese mit Ihnen verknüpft werden.

Neben visuellen Markenankern, zu denen beispielsweise Ihr Kleidungsstil, Ihre Einrichtung etc. gehören sind natürlich auch Social Media Profile ein probates Mittel, um Ihre Marke zu verbreiten. LinkedIn, Xing, Twitter, Instagram & Co. sind aus dem Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Mein Rat: Prüfen Sie zunächst, welche Kanäle wirklich zu Ihnen passen und wo sich Ihre Zielgruppe wiederfindet. Profile zu pflegen bedeutet einen gewissen Aufwand und Planung, vor allem, wenn Sie ihre Marke wirkungsvoll und konsistent vermitteln wollen.

Bleibt Die Frage – für wen macht Personality Branding eigentlich Sinn. Wer braucht eine eigene Marke? Mal ganz platt: es hilft jedem, der im Job weiterkommen möchte, ganz egal auf welcher Ebene. Längst ist Individualität auf dem Arbeitsmarkt zum Wettbewerbsfaktor geworden. Die Frage sollte demnach eigentlich lauten: Für wen macht es denn keinen Sinn? Wer kann es sich leisten, sich nicht mit der eigenen Marke zu beschäftigen? Die Antwort darauf überlasse ich Ihnen…

Personality Branding – oder wie das „Ich“ zur Marke wird
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